Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten für Psychische Belastungen

Seit einigen Jahren berichten Krankenkassen über steigende Krankheitszahlen und Ausfallzeiten von Mitarbeitern. Viele dieser Erkrankungen sind auf zunehmenden Stress und dessen Chronifizierung zurück zu führen.

Die Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragte für Psychische Belastungen können Sie dem Abhilfe schaffen. Sie ist vergleichbar mit einer “psychischen Ersthelferausbildung am Arbeitsplatz”. Sie wird direkt in Ihrem Unternehmen durchgeführt.

Sicherheitsbeauftragte für Psychische Belastungen sind…

…kompetente Ansprechpartner, ähnlich „Psychosomatische Ersthelfern”, die direkt in den Unternehmen und Organisationen speziell als Sicherheitsbeauftragte für Psychische Belastungen und in den Bereichen Primär- Prävention, Sekundär- Prävention und die Wiedereingliederung (BEM) eingesetzt werden können sowie für erste Schritte im Bereich BGM und Demografie.

Zielgruppe sind…
…Personen, die personen- und umfeldbedingte Burnout-Risiken in Unter-nehmen, Verwaltungen und Organisationen erkennen, vermeiden und langfristig ausschließen wollen. Dazu gehören v.a. Betriebsräte, Mitarbeiter aus dem Personalwesen oder auch Führungskräfte.

Ziel der Fortbildung ist, dass die Teilnehmenden in der Lage sind,

  • chronische Stress- und Burnout-Prozesse vorab zu erkennen (Primäre Prävention),
  • Erkrankungen so früh wie möglich zu erkennen und zu verhindern (Sekundäre Prävention)
  • betroffenen Personen als erster Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen sowie entsprechenden fachlichen Therapierat einzuholen und
  • nach Kur/Klinik/Therapie bei der Wiederein-gliederung zu unterstützen und damit ein Wiederauftreten von Erkrankungen zu verhindern (Tertiäre Prävention)

Lerninhalte:

Die Teilnehmer lernen,

  • die Einordnung des Themas Stress in den Bereich Arbeitsschutz
  • das Stressgeschehen auf individueller und organisatorischer Ebene zu verstehen anhand des anerkannten Stressmodels nach Dr. Hans Selye (Primäre  Prävention).
  • Psychosomatische und mentale Auffälligkeiten bei Kollegen und/oder Mitarbeitern zu erkennen anhand eines Burnout- Prozesses sowie an Beispielen (Sekundäre Prävention).
  • welche persönlichen und organisatorischen Möglichkeiten und Therapieangebote für betroffene Mitarbeiter es gibt (z. B. Sabbatical, Arbeitszeitkonten, Teilzeitbefristungs-gesetz sowie Maßnahmen von Kranken- und Rentenkassen, wie z. B. Klinik / Kur)
  • Beispiele für Verhaltens- und Verhältnis-Prävention sowie entsprechende Maßnahmen kennen
  • anhand von Übungssituationen, Gespräche mit Betroffenen und deren Umfeld zu führen sowie in praktischen Übungen das Verhalten in kritischen Situationen, das Erlernte zu vertiefen
  • Grundlagen des gesetzlich geforderten betrieblichen Eingliederungs-managements (BEM) nach  § 84 Abs. 2 SGB IX
  • sowie Ablauf und Musterdokumente
  • Wiedereingliederung (Hamburger Modell)
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Krankenkassen und anderen Sozialver-sicherungsträgern im Rahmen von Prävention und Wiedereingliederung
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Dienstleistern oder Krankenkassen im Zuge des betrieblichen Gesundheitsmanagement im Rahmen der Prävention sowie
  • Begleitung von Psychischen Gefährdungsbeurteilungen im Unternehmen

Die Lerneinheiten werden ergänzt durch Rollenspiele und Übungen zur Gesprächs-führung. Basis dafür ist das Buch „Balance-Sensor“ und die dazu verwendeten Lösungsunterlagen. Am Ende des Unterrichts erfolgt eine schriftliche Prüfung (Multiple Choice).

 

Abschluß: Zertifizierter Balance-Sensor®
Dauer:      2-5 Stunden Literaturstudium mit von uns vorgegebenen Unterlagen
sowie ca. 16 UE / 12 Stunden Präsenzunterricht inkl. abschließende Prüfung (2 Tage)

Kosten & Termine:  auf Anfrage und nach Ihrem individuellen Bedarf.
Ein Angebot erhalten Sie hier.

Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne: 089-52 38 93 02.