Dem Darmkrebs die Stirn bieten: Vortrag „Wenn Darmkrebs im Kopf beginnt“

München. Die Statistik ist leider eindeutig. Jedes Jahr erkranken rund 73.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs. Aktuelle Studien aus der Stress- und Krebsforschung belegen jetzt: Auslöser kann auch Stress sein. Mit der Vortragswoche vom 2. bis 6. Dezember „Wenn der Darmkrebs im Kopf beginnt” klären die Burnout-Helpcenter in der Öffentlichkeit und bei Unternehmen über aktuelle Erkenntnisse auf und wollen so die Vorbeugung aktiv unterstützen.

„Unser Ziel ist die Aufklärung. Krebs ist nicht zwingend ein zufälliger Schicksalsschlag, sondern muss ganzheitlich gesehen werden. Falsches Körperverhalten, stressvolle Umgebung und falsche Ernährung kann die Entstehung nachweislich begünstigen“, meint Christina Bolte, Leiterin des Burnout-Helpcenters in München. „Deshalb klären wir in unseren kostenlosen Vorträgen darüber auf und möchten dazu motivieren, sich aktiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen.”

Eine Besonderheit ist die Möglichkeit für Unternehmen, die Vorträge auch in den eigenen Räumen durchzuführen. „Dort wollen wir potentiell Betroffene besser erreichen. In der Aktionswoche werden Personalchefs und BGM-Beauftragte über diese Möglichkeiten informiert. Interessierte Unternehmer können sich unter der Email
muenchen@burnout-helpcenter.de dafür anmelden.” erläutert sie.

Die Eckdaten der Veranstaltung:

Themen-Vortrag für Einzelpersonen:
06.12.2013, 17:00 Uhr. Dauer: 45 Minuten, Eintritt frei
Veranstaltungsort:
Burnout-Helpcenter München, Hans-Goltz-Weg 28, 81247 München

Anmeldung unter
muenchen@burnout-helpcenter.de

 

Wichtige Links:
Homepage des Standorte:            http://www.burnout-helpcenter.de
Homepage des Netzwerkes:         http://www.burnout-lotsen.de

Fakten zu den Burnout-Helpcentern

Im Jahr 2009 wurde das erste deutsche Burnout-Helpcenter als Institut der Sali Med GmbH in Löwenstein gegründet. Ziel war es, die ganzheitlichen Erfahrungen von der Ärzteschaft, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten und Psychologen bzw. Mental-Coaches zusammenzubringen.

Seit Oktober 2013 gibt es neben 15 verschiedenen weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch den Standort in München. Dort werden Betroffene mittels eines ganzheitlichen Konzeptes individuell oder in geschlossenen, anonymen Gruppen aus dem Burnout heraus geführt. Zusätzlich werden zahlreiche Unternehmen und Organisationen bei der Gesundheits-Prävention und Wiedereingliederung ehemaliger Burnout-Betroffener unterstützt.

Burnout-Lotsen sind Experten die speziell, aufbauend auf deren schon bestehende therapeutische, ärztliche oder heilpraktischen Ausbildung, in den Burnout-Helpcentern weitergebildet werden.

Zusätzlich werden an den Burnout-Helpcentern Laien darin ausgebildet, Burnout-Entwicklungsstufen bei betroffenen Menschen zu erkennen und diese später auch bei der Wiedereingliederung zu unterstützen – diese zertifizierten und geprüften Teilnehmer werden „Burnout-Sensoren“ genannt.

 

Gesunde Menschen – gesundes Unternehmen

Kürzlich wurde ich gefragt – weil mich meine Visitenkarte als Wirtschaftsingenieurin und Burnout-Lotsin ausweist – wie denn diese beiden scheinbar so verschiedenen Berufs-bezeichnungen zusammenpassen würden. Oder ob ich “gescheitert” wäre – nun Letzteres hängt sicherlich primär von Ihrem Verständnis von Erfolg und Scheitern ab, fokussieren möchte ich mich in diesem Beitrag aber eher auf die erste Fragestellung.

Ganz einfach: In meiner ersten Berufslaufbahn (als Wirtschaftsingenieurin angestellt im Einkauf, aber hauptsächlich im Controlling eines produzierenden Großkonzerns) durfte ich mich primär dafür engagieren, dafür zu sorgen, dass “die Zahlen” passten.
Durch die Verbesserung der Kostenstruktur sollte ich meinen Beitrag dafür leisten, dass das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Unternehmens den Erwartungen von Aktionären und Geschäftsführung entsprach. Ob diese immer realistisch waren oder nicht, ist eine andere Frage, aber Fakt ist:

Ohne eine gesunde Zahlenbasis, ohne ein betriebswirtschaftlich gesundes Geschäftsergebnis –  kein gesundes Unternehmen. Und langfristig auch keine gesunden Mitarbeiter (wenn überhaupt welche).

Denn diese müssen ja entsprechend gezahlt werden. Das gilt für große Konzerne wie
für Ein-Mann-(oder Frau-)Unternehmen. Wenn im Unternehmen langfristig finanzielle Ressourcen mißachtet werden, hat auf Dauer niemand seine Freude an der Arbeit.
Insolvenz droht.
Das kann sich auf mehrere Arten äußern: Entweder gehen die Mitarbeiter (meist nicht freiwillig) aufgrund von Entlassungen, oder sie gehen von alleine – weil sie sich woanders bessere Chancen / mehr Geld / mehr Freude erhoffen.
Was auch ungünstig ist, denn erfahrungsgemäß gehen die engagiertesten und leistungs-fähigsten Mitarbeiter als erstes – und mit ihnen wertvolles Know-How.

In einem Kleinunternehmen ist es ähnlich: Wenn der Unternehmer und ggf. auch seine treuen Gefährten rund um die Uhr, rund ums Jahr ohne Urlaub am Rad drehen – in der Hoffnung so das finanzielle Ruder herumzureißen – begeben sie sich damit häufig an den Rand ihrer körperlichen Belastbarkeitsgrenze. Oder darüber hinaus, bis zum Zusammen-bruch. Leider bricht dann nicht nur der Unternehmer zusammen, sondern meist das Schiff, seines Unternehmens gleich mit.

Andersherum kann jedoch auch das Unternehmen nicht dauerhaft betriebswirtschaftlich gesund sein, wenn nicht auf die Ressource der physischen oder psychischen Gesundheit geachtet wird:
Ohne gesunde Mitarbeiter und ohne einen gesunden Unternehmer kein gesundes Unternehmen.
Logisch, denn wie kann ein Mensch, der angeschlagen ist, Schmerzen oder Sorgen anderer Art hat, ein gutes, innovatives und professionelles Ergebnis abliefern?
Apropos Ergebnis: Schon im Physik-Unterricht war Leistung ist Arbeit pro Zeiteinheit, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Das heißt, wenn  “Arbeit” geringer wird und/oder die dafür benötigte Arbeitszeit ins Unendliche gesteigert wird, reduziert sich das Gesamt-ergebnis von “Leistung”. Länger Arbeiten hilft also auch nicht immer viel.

Und genau aus dem Grund, dass mir die Gesunheit des Leistungs- (nicht Kosten-!)Faktor Mensch mir in meiner bisherigen Laufbahn zu kurz kam, dass ich den Eindruck gewann, dass häufig die wirtschaftliche Gesundheit des Unternehmens zu Lasten der physischen oder psychischen Gesundheit der Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt wurde, widme ich mich heute dem Thema aus einem anderen Blickwinkel. Es ist also kein Widerspruch, sondern vielmehr ein Perspektivenwechsel.

Wie nun offensichtlich geworden ist, ist das Gebilde aus Gesundheit des Unternehmens und Gesundheit der Mitarbeiter ein unschöner Teufelskreis. Was können Sie als Unter-nehmer also tun? Achten Sie auf und investieren Sie in ein wichtiges Gut – die eigene und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter.

Das geht am besten wenn Sie sich dazu temporär jemanden mit an Bord holen – zum Beipiel einen Lotsen. Idealerweise jemanden, der sich sowohl mit Gesundheit als auch mit Finanzen auskennt. Und damit wären wir wieder bei der Eingangsfrage, was ein Wirtschaftsingenieur/Controller mit einem Burnout-Lotsen gemeinsam hat…

Bitte bleiben Sie gesund!
Herzlich

Ihre Christina Bolte