Digitaler Wandel und Gesundheit – eine der größten Herausforderungen in der Zukunft

Digitaler Wandel und Gesundheit – eine der größten Herausforderungen in der Zukunft

Vermutlich kennen Sie die Situation: Am Firmen-Smartphone im Urlaub oder beim Frühstück noch einmal schnell die Emails checken? Am Wochenende mit dem Büro-Laptop von zu Hause aus die Präsentation für den Montag vorbereiten? Dank moderner Technologien und flexibler Arbeits(zeit)-Modelle verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend, und das nicht nur für Selbständige, Geschäftsführer oder Führungskräfte, sondern immer mehr auch für die „normalen“ Angestellten.

Höchste Flexibilität und Erreichbarkeit rund um die Uhr sind Attribute eines neuen Zeitgeistes, der sich nicht nur in unsere Arbeitswelt, sondern auch immer mehr in unser Privatleben einschleicht. Fragen über Fragen treten auf: Wie beeinflusst es unsere Arbeits- und Lebensqualität? Wie wirkt sich das auf unsere Gesundheit aus?

Das Thema Digitalisierung ist derzeit in aller Munde.

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Titel-Foto: © metamorworks – stock.adobe.com

Was ist Führung?

“Der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist nicht das Kapital oder die Arbeit, sondern die Führung.”
Reinhard Mohn (1921-2009), deutscher Unternehmer

Neulich war ich auf einer Veranstaltung, wo ich (neben einigen anderen) einen äußerst spannenden Vortrag zum Thema Führung hörte. Sinngemäß ging es darum:

Führung ist das Schaffen des “Dazwischen”.

Vermutlich werden Sie sich nun fragen, was denn mit “Dazwischen” gemeint ist. Darüber musste ich auch eine Weile nachdenken.
Bis mir dann die folgende Geschichte einfiel: Weiterlesen

Psychische Gefährdungsbeurteilung – und jetzt?

Was passiert denn nach einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung?

Immer mal wieder wird mir die Frage gestellt, was denn passiert, wenn man eine Beurteilung psychischer Gefährdungen im Unternehmen vorgenommen hat.
Meine Antwort darauf ist: Nutzen Sie die Chance und machen Sie was draus, was für neue oder die bestehenden Mitarbeiter attraktiv ist: Betriebliches Gesundheits-management!

Dass das mehr ist, als nur Rücken- oder Yogakurse, darauf möchte ich in dieser Audiodatei (MP3) eingehen:

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„Psychische Gefährdungsbeurteilung“: Wie Sie die gesetzliche Pflicht auch in kleineren Betriebe pragmatisch umsetzen können

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt, permanente Erreichbarkeit und die Entgrenzung des Feierabends, die damit einhergeht, macht Arbeitnehmer zunehmend krank, wie zahlreiche Krankenkassen-Statistiken belegen. Doch können Arbeitgeber und Führungskräfte viel beitragen, um ihren Mitarbeitern den Weg ins Hamsterrad und den totalen Zusammenbruch zu ersparen. Die Arbeitswelt von morgen soll solchen Fällen vorbeugen und die Zahl der Burnouts verringern. Das will auch die Politik. So wurde bereits 2014 das Arbeitsschutzgesetz um die Verpflichtung erweitert, auch die psychischen Belastungen bei der Arbeit mit zu berücksichtigen.

Bei Nichtbeachtung der gesetzlichen Aufgabe, einen Arbeitsplatz auf sein Gefährdungs-potential für psychische Belastung hin zu untersuchen, hat ein Arbeitgeber im Fall einer Erkrankung seines Mitarbeiters, auch wenn dieser nur geringfügig beschäftigt ist, ein Haftungsproblem. Stell die Gewerbeaufsicht dann bei ihrer Prüfung fest, dass das Unternehmen keine psychische Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes durchgeführt hat, können Regressforderungen von Kranken- und Unfallversicherungen die Folge sein – und diese können schnell im fünfstelligen Bereich liegen.

Da im Gegensatz zur bisherigen Fassung nun kein Unterschied gilt zwischen Arbeitgebern mit mehr oder weniger als zehn Mitarbeitern, ist es besonders für kleinere Unternehmen wichtig, dass die Lösungen praktikabel und kostengünstig umsetzbar sind. Dennoch bietet die Umsetzung der Gesetzesnovelle auch Chancen: „Ein aktiver Gesundheitsschutz und Strukturen, die Stress erst gar nicht entstehen lassen, wirken sich positiv auf das Arbeitsklima in Betrieben aus und kommen somit allen zugute: Arbeitnehmern wie Arbeitgebern“, weiß Christina Bolte, Balance Lotse und Expertin für die psychische Gefährdungsbeurteilung im Balance Helpcenter München, „die Standort-bestimmung durch die Psychische Gefährdungsbeurteilung kann als erster Schritt für die Etablierung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements dienen, das Führungskräfte für die psychische Verfassung ihrer Mitarbeiter sensibilisiert.“

Im Balance-Helpcenter werden nicht nur Patienten mit Burnout Symptomen behandelt, sondern auch Führungskräfte geschult und für die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter sensibilisiert. Dabei spielt auch die Umsetzung von neuen Arbeitszeit­modellen eine Rolle. Fragen nach Führung in Teilzeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, regelmäßige Reflektions-Gespräche und Burnout Vorbeugung bilden in den Fortbildungsangeboten der Balance Helpcenter eine großen Schwerpunkt. „Eine arbeitnehmerfreundliche Arbeitskultur in modernen Unternehmen nimmt diese Situation in den Blick und kann durch gezielte Vorbeugung viel für die psychische Gesundheit der Mitarbeiter tun“, weiß Christina Bolte, die das Balance-Helpcenter München leitet. Hier finden besonders auch kleinere Betriebe in der Region München nachhaltige und ganzheitliche Unterstützungsangebote. Regelmäßige Mitarbeitergespräche, gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Büros zum Beispiel sind kleine Bausteine, die nach Meinung der Experten im Balance Helpcenter dazu beitragen können, die psychische Gesundheit der Mitarbeiter zu stabilisieren.

Umso wichtiger sei die Qualifizierung und Sensibilisierung der Vorgesetzten, empfiehlt Christina Bolte. Die Experten am Balance-Helpcenter helfen Unternehmen dabei, den betrieblichen-Präventions-Index zu erstellen, der bei der Bewertung der betrieblichen Angebote hilft. Auch im Wettbewerb um Fachkräfte spielt die Verankerung von gesundheitlicher Vorbeugung in der Unternehmenskultur eine große Rolle. Denn Arbeitgeber seien für potentielle Arbeitnehmer attraktiv, wenn sie den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiter in ihrer Personalpolitik wertschätzen.

Unternehmer aus der Region sind sehr herzlich zu einer Informationsveranstaltung mit Impulsvortrag zum Thema „Psychische Gefährdungsbeurteilung – Pragmatische Umsetzung für kleine Unternehmen“ eingeladen, der am 6.10.2014 von 15-17 Uhr in Obermenzing stattfindet. Anschließend haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu klären, Erfahrungen auszutauschen und zu diskutieren.

Interessierte Unternehmen aus dem Münchner Umland können sich unter der Email cb@unternehmens-gesundheit.de für die Veranstaltung anmelden. Es wird eine
Organisationspauschale in Höhe von 40 Euro je Teilnehmer erhoben.

 Diesen Beitrag können Sie hier als pdf herunterladen.

Darüber hinaus können Sie weitere Informationen zum Thema hier lesen / ansehen /hören.

Was Trauer mit Burnout zu tun hat

Anfang der Woche hatte ich eine sehr interessante Unterhaltung mit Herrn Ulrich Welzel, der sich beruflich mit Trauer am Arbeitsplatz befasst.
Es war ein sehr tiefgreifendes Gespräch, das mich sehr beschäftigt hat. Nicht nur weil wir die gleichen Ansprechpartner bei unseren Kunden haben, sondern auch, weil Trauern und Burnout einiges gemeinsam und miteinander zu tun haben. Daher möchte ich hier meine mit Ihnen Gedanken teilen, die sich in mir aus der Unterhaltung ergeben haben.

Nicht nur sind sowohl Burnout als auch Trauer am Arbeitsplatz Themen, die derzeit (noch?) wenig in der Öffentlichkeit thematisiert werden, wenn man mal von reisserischen Schlagzeilen und Aufmachern in den Printmedien absieht. Darüber hinaus besteht natürlich auch eine Wechselwirkung zwischen dem Trauern und einem Burnout-Prozess.

Denn wenn ein Mensch, der sich in seinem persönlichen Hamsterrad gerade so eben noch durch erhöhte Drehzahl (zumindest scheinbar) im Gleichgewicht halten kann, unerwartet in seinem familiären oder erweiterten Umfeld oder womöglich am Arbeitsplatz mit einem Todesfall konfrontiert wird, kann dies schon mal der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt – oder zum Platzen, je nachdem wie Sie wollen.

Fakt ist: Ein Trauerfall im persönlichen Umfeld rüttelt auf

Denn er konfrontiert uns mit unserer eigenen Endlich- und/oder auch Hilflosigkeit oder nimmt uns, gerade bei nahestehenden Angehörigen, die Orientierung. Abschied nehmen (müssen) schmerzt. Wer da nicht fest mit beiden Beinen im Leben steht und in sich selbst ruht, wird leicht aus der Bahn geworfen. Ein Zusammenbruch ist die Folge – auch wenn dieser vermutlich nicht unbedingt als Burnout sondern eher als Posttraumatische Belastungsstörung in die Akten eingeht. Eine Stabilisierung der eigenen Person wie Situation, eine Auseinandersetzung mit und Akzeptanz der eigenen Endlich- bzw. Hilflosigkeit sind wichtige und notwendige Schritte – ein Tun, was getan werden muss.
Wer sich diesen Schritten entzieht und der so weitermacht als ob nichts geschehen sei, sei es aus Zeitgründen oder weil es potenziell unangenehm oder unbequem ist, dem wird es früher oder später so gehen, wie dem Hochhaus, dessen Stahlbetonträger im Inneren zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt sind: Lange Zeit passiert nichts und von außen ist häufig auch nichts zu sehen, aber innerlich rosten die Träger durch – sodass die langfristige Stabilität nicht mehr gewährleistet ist.

Aber auch andersherum gibt es einen Zusammenhang.
Denn auch ein ‘normaler’ Burnout (wenn es so etwas überhaupt gibt, an dieser Stelle meine ich damit jedenfalls einen ohne Todesfall) lädt ein zum Abschiednehmen: Vielleicht bin ich doch nicht so ein grenzenloses Kraftpaket wie ich immer dachte. Vielleicht kann ich doch nicht mehr überall mithalten (wie früher). Vielleicht bin ich auch doch nicht so flexibel, wie ich immer dachte. Vielleicht habe ich doch nicht (wofür mich andere immer schäz(t)en) für jede Sache eine Lösung parat. Vielleicht bin ich den ganzen Anforderungen nicht mehr gewachsen (ob diese von außen oder von mir selbst kommen, ist natürlich eine andere Sache). Vielleicht bin ich mit meinem Latein und/oder mit meiner Kraft einfach komplett am Ende…. Vielleicht ist es gerade (m)eine Fassade, die einstürzt. Da sind wir wieder bei der Hilflosigkeit.

Denn dieses Abschiednehmen bedeutet auch Trauern:

Um die Vergangenheit, die eigenen Grenzen, die eigene Verletzlichkeit. Evtl. aber auch um das Eingeständnis, dass mit meinem bisherigen Weltbild irgendetwas nicht funktioniert hat – sollte ich womöglich gescheitert sein?
Dennoch ist das Anerkennen dessen der erste Schritt zur Heilung: Das Fragen nach oder Annehmen von Hilfe, die Einsicht, dass sich nun etwas ändern muss/kann/darf. Klar, auch das tut weh, sehr weh. Ist aber langfristig die einzige Chance.

Nicht nur auf individueller Ebene neigt man/frau gerne dazu, diese Themen zu verdrängen, auch auf gesellschaftlicher. Anscheinend leben wir in Deutschland in einer Kultur (von Werbung & Medien unterstützt) in denen vordergründig “unangenehme” Themen wie Krankheit, Alter oder Tod zu ‘uncool’ sind für unseren hippen, ewig-jungen Lifestyle.
Nachdem aber Älterwerden und Tod niemandem im Leben erspart bleiben – und da ist das Leben äußerst gerecht, egal welcher Bevölkerungsschicht, Nationalität oder Bildungsgrad man angehört – tun wir gut daran, uns auch schon im frühen Erwachsenen-Alter damit auseinander zu setzen. Idealerweise schon bevor uns die eigenen Lebensumstände dazu auffordern.

Denn je früher man sich Gedanken macht, wie man im Alter sein Leben verbringen möchte – gesund oder pflegebedürftig, mit Familienangehörigen oder alleine, geliebt oder verachtet, erfüllt von dem Erlebten oder verbittert von dem Bereuten – desto eher kann man die entsprechenden Weichen im Leben stellen und sich für ein bewusst gestaltetes Leben entscheiden (und das schliesst auch den Abschied von einigen Optionen mit ein).

Welche Weichen möchten Sie stellen?

Welche Ziele möchten Sie am Horizont Ihres Alters erreicht haben? Dann ist JETZT ein guter Zeitpunkt für eine Kurs-Veränderung. Der nächste Kurs “Veränderung” startet laufend – damit Sie Ihre Lebensumstände bewußt gestalten anstatt Opfer der Umstände zu sein.

Herzlichst, Ihre
Christina Bolte

Es lebe der Sport!

Deutschland ist eine sportliche Nation! Das beweist die aktuelle Fussball-Weltmeister-schaft – und insbesondere die hohen Einschaltquoten bei den Spielen mit deutscher Beteiligung.

Wunderbar, sollte man meinen – wo doch Bewegung so gesund ist und sich äußerst positiv auf den Verlauf vieler Krankheiten auswirkt: Angefangen bei Adipositas (Übergewicht) über hohen Blutdruck und weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zur Prävention von “Erkrankungen des Bewegungsapparates”, wie Muskel- und Skelett-beschwerden auf medizinisch so schön genannt werden. Darüber hinaus ist Bewegung jeglicher Art – am besten länger als 20 Minuten am Stück und idealerweise an der frischen Luft – nicht nur optimal geeignet um die Stresshormone in unserem Körper abzubauen, sondern trägt auch noch dazu bei, dass die Organe besser mit Sauerstoff versorgt werden. Der ganze Körper kommt also in Schwung!

Leider hat die Sache mit der Sportlichkeit der Nation einen Haken – denn 22 (anderen) Spielern auf dem Feld bei der Bewegung zuzuschauen, reicht nicht aus. Was sich unter anderem auch dadurch erklärt, dass der Bewegungsapparat auch Bewegungsapparat heißt und nicht Steh-, Sitz- oder gar Liegeapparat. Somit heißt es, sich selbst zu bewegen – und dazu können auch Sie als Arbeitgeber Ihre Mitarbeiter motivieren. Wie? Ganz einfach:

Sie können beispielweise bei Ihnen im Unternehmen entsprechende Möglichkeiten schaffen (und das Bewußtsein fördern), sich während der Arbeitszeit oder auf dem Weg dorthin zu bewegen. Natürlich können Sie Fitness- oder Rückenkurse installieren oder eine Betriebssportgruppe. Aber genauso können Sie Ihre Büro-Mitarbeiter auch durch den regelmäßigen Gang zur Drucker-Insel zu mehr Bewegung veranlassen. Was gar nicht mal unbedingt viel kosten muss – und darüber hinaus auch noch passiv für eine verbesserte Kommunikation sorgt, in dem man dort auf den einen oder anderen Kollegen trifft.

Oder haben Sie für Ihre Mitarbeiter eventuell sogar weitere Bewegungsmöglichkeiten eingerichtet? Treppengehäuse gibt es ja ohnehin schon in den meisten Gebäuden, was Sie nun noch bräuchten, wären pfiffige Beschriftungen, um diese Ihrer Belegschaft auch als “Sportgerät” schmackhaft zu machen. Das wäre – im Sinne einer ganzheitlichen Gesunderhaltung Ihrer Belegschaft – sogar richtig  optimal. Deshalb führen alle der zuvor genannten Maßnahmen in einem Betrieblichen Präventions-Audit auch zu einer Aufwertung.

Das Betriebliche Präventions-Audit und der daraus resultierende Betriebliche Präventions-Index (BPI®) ermöglicht es Ihnen, nicht nur Ihren bereits vorhandenen Mitarbeitern zu signalisieren, dass Sie sich um Sie kümmern, sondern auch poten-ziellen Bewerbern. Was im Zeitalter des immer stärker werdenden Fachkräftemangels ausschlaggebende Argumente sein können, dass diese sich für Sie entscheiden.

Handeln Sie jetzt – damit Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen auch ohne WM, EM oder andere sportliche Großereignisse fit, gesund und leistungsfähig bleiben. Gerne unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg – und stehe Ihnen mit meinem Team mit Rat und Tat zur Seite.

Bitte bleiben Sie gesund!

Sagt Ihre Christina Bolte

Das Leben nach dem Burnout

Neue Veranstaltungsreihe soll Burnout-Betroffenen Mut machen

In unzähligen Medienberichten über Burnout spekulieren Experten über die persönlichen wie gesellschaftlichen Ursachen des Phänomens, nur selten wird darüber berichtet, wie es für die Betroffenen danach weiter geht. Um diese Lücke zu schließen, findet unter dem Motto „Burnout – Der Weg zurück ins Leben“ ab März 2014 einmal pro Quartal in München eine neue Veranstaltungsreihe statt. Im Rahmen von regelmäßigen Podiumsgesprächen führt die Initiatorin der Ver- anstaltung, Gesundheitsexpertin Christina Bolte, durch ein persönliches Interview mit einem Betroffenen durch das Thema. Nach einer kurzen Einleitung zum Thema kommt jeweils ein Gast zu Wort.
Die betroffene Person berichtet von ihrem Burnout, der Integration und Umsetzung ihrer Erfahrungen und auch von ihrem neuen Leben “danach”. Durch deren per- sönliche Lebensgeschichte werden nicht nur die verschiedenen Auslöser für einen Burnout deutlich, sondern auch, dass nicht nur stressgeplagte Manager unter den Betroffenen sind.

Beim ersten Interview-Abend wird es um das Thema Selbständigkeit gehen – und um die Herausforderung, berufliche und private Anforderungen in Einklang zu bringen. Bei den weiteren Veranstaltungen kommen aber neben Burnout Betroffenen auch deren Angehörige sowie Fachleute aus angrenzenden Themen- bereichen zu Wort.

„Für viele Betroffene ist eine „Diagnose“ wie Burnout nicht nur ein Stigma sondern scheint zunächst auch das Ende ihres (Arbeits-)Lebens zu sein. Tatsächlich aber lernen viele Burnout-Betroffene im Rahmen von dessen erfolgreicher Bewältigung, ihre Segel neu zu setzen und können so einen neuen Lebenskurs einschlagen.“, weiß die Expertin Bolte. Andere Menschen, die befürchten betroffen zu sein, sollen durch die Veranstaltung ermutigt werden, sich ihrer Situation zu stellen, um so den bisher eingeschlagenen Lebenskurs zu überprüfen. Im Anschluss an das Gespräch ist Gelegenheit, um eventuell noch offene Fragen zu klären.

Bolte selbst hatte während ihrer langjährigen Tätigkeit im Controlling in der Industrie 2007 auch erlebt, was passiert, wenn man zu lange die eigenen Grenzen nicht beachtet. Krankheitssymptome wie Schlafstörungen, ein auffälliges Krebsvorsorge-Ergebnis und häufige Tränenausbrüche brachten sie damals dazu, sich in Therapie zu begeben. Ihre eigenen Erfahrungen hat sie mittlerweile in ihrem Buch „Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben“ verarbeitet, das kürzlich erschienen ist. Für sich selbst hat sie daraus die Konsequenzen gezogen und beruflich komplett umge- sattelt: Als Heilpraktikerin ist sie nun seit mehreren Jahren in der Behandlung und Prävention von Burnout tätig und leitet das Balance-Helpcenter in München, das ein regionaler Standort des bundesweiten Netzwerkes der Balance-Lotsen ist. „Sich einzugestehen, dass man erschöpft ist, dass man auch und gerade durch hohes Engagement ,ausbrennt‘, darf kein Tabu-Thema mehr sein. Uns ist dabei vor allem wichtig, den Betroffenen schnelle Hilfe vor Ort anzubieten, ohne lange Wartezeiten.“

Das Netzwerk der Balance-Lotsen bietet deshalb nachhaltige und ganzheitliche Unterstützungs-angebote. Betroffene oder auch deren Angehörige erfahren, an welchen Warnsignalen sie erkennen, wenn man ausbrennt, aber vor allem auch, wie sie aus dieser verhängnisvolle Spirale gemeinsam ausbrechen.
Daneben werden am Burnout-Helpcenter Unternehmen auditiert und deren Mitarbeiter im Rahmen von Vorträgen geschult. Auch werden dort Burnout-Sensoren ausgebildet, die als Experten für Prävention und Wiedereingliederung von Betroffenen in Betrieben zuständig sind. Sie nehmen in Unternehmen, Kommunen oder anderen Organisationen die Rolle eines „Ersthelfers“ wahr und stehen in ständigem Kontakt mit Balance-Lotsen und Balance-Helpcentern. Somit kann durch frühzeitiges Eingreifen das Auftreten von Burnout verhindert werden.

Veranstaltungsdetails:
Podiumsgespräch „Burnout – Der Weg zurück ins Leben“
Am Mittwoch, den 19.03.2014 um 19 Uhr
in der Co-Working-Community HUB Munich, Gotzinger Str. 8 in 81371 München
Anmeldung unter
Organisationspauschale: 25 Euro (inkl. Getränke)

„Chancen und Risiken der Psychischen Gefährdungsbeurteilung“ – Was Kleinunternehmer in der Region zur Änderung im Arbeitsschutzgesetz zum 01.01.2014 wissen müssen

München. Unternehmen müssen sich nun zum Thema Prävention auch mit psychischen Belastungen befassen. Bereits Ende September 2013 hat der Bundesrat eine Gesetzes-novelle zum Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) zum 01.01.2014 verabschiedet, nach der bei der Gestaltung wie auch bei der Gefährdungsbeurteilung von Arbeits­plätzen durch den Arbeitgeber nun auch psychische Belastungen zu berücksichtigen und danach entsprechende Maßnahmen umzusetzen sind. Dabei muss beurteilt werden, wie stark und durch welche Sachverhalte und Stressfaktoren Mitarbeiter bei der Arbeit gefährdet werden könnten. Anschließend wird vereinbart, wodurch diese Belastungen abgestellt werden.

„Obwohl die Gesetzesänderung schon seit Anfang des Jahres gilt, scheinen sich viele Unternehmer noch nicht darüber bewusst zu sein, dass sie im ‚Fall eines Falles‘ von den Kranken- oder Unfallkassen in die Haftung genommen werden können.“, bemerkt Christina Bolte, Leiterin des Burnout-Helpcenters München, nach etlichen Gesprächen mit Unternehmern aus der Region. „Wenn ein Unternehmen dann nicht nachweisen kann, dass eine solche psychische Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde, kann dies einem kleinen Unternehmen schnell an die finanzielle Substanz gehen.“

Denn im Gegensatz zur bisherigen Fassung des ArbSchG gibt es nun keinen Unterschied mehr zwischen Arbeitgebern mit mehr oder weniger als zehn Mitarbeitern. Somit ist es besonders für kleinere und mittlere Unternehmen wichtig, dass die Lösungen praktikabel und kostengünstig umsetzbar sind. Neben der Möglichkeit, Belastungen durch Umfragen zu erheben, bieten sich für kleine und mittlere Unternehmen besonders orientierende, quantitative (das heißt kennzahlen-basierte) Verfahren an.

Dennoch bietet die Umsetzung der Gesetzesnovelle auch Chancen: „Vor allem im Hinblick auf den zunehmend stärker spürbaren Fachkräftemangel auch in der Region München lohnt sich die Beschäftigung mit der Gesundheit der Mitarbeiter.“, weiß Expertin Bolte, die besonders auch kleinere Unternehmen in der Region München mit nachhaltigen und ganzheitlichen Angeboten hinsichtlich Gesundheit unterstützt.

Nach dem Vorbild von regelmäßigen Knowhow-Transfers in Baden-Württemberg möchte Christina Bolte für 2014 nun auch in München eine regelmäßige Veranstaltung „Untern-ehmens-Gesundheit im Dialog“ etablieren. Ziel dieser einmal pro Quartal stattfindenden Gesprächskreise ist neben dem Netzwerken auch der Erfahrungsaustausch. Denn fast jedes Unternehmen, unabhängig von dessen Größe, hat mittlerweile „echte“ oder „unechte“ Burnout-Fälle gehabt und muss sich daher Strategien erarbeiten wie Prävention und Betriebliches Eingliederungsmanagement nutzbringend und kostengünstig umgesetzt werden. Input erhalten die Teilnehmer bei jedem Gesprächskreis zusätzlich von einem unabhängigen Fach-Experten mit einem entsprechenden Themen-Vortrag.

Veranstaltungsdetails:

Vortrag „Psychische Gefährdungsbeurteilung – Herausforderung oder Chance?“

Am 20.02.2014 um 17 Uhr
in München-Obermenzing (Details werden bei Anmeldung bekannt gegeben)

Anmeldung unter muenchen@burnout-helpcenter.de

Interessierte Unternehmen aus dem Münchner Umland können sich unter der Email muenchen@burnout-helpcenter.de für die Veranstaltung anmelden oder sich unter der Telefonnummer 089-52 38 93 02 vorab informieren.

Buch-Neuerscheinung: Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben

München. Anders als in den meisten Büchern über den Jakobsweg erfährt der Leser des neu erschienenen Buches „Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben“, wie die Erlebnisse des Jakobsweges das weitere Leben “danach” beeinflussen können. Denn für Autorin Christina Bolte war der mehr zufällig und in ihrer damals üblichen Manier rastlos per Fahrrad absolvierte Jakobsweg Ausgangspunkt für eine radikale Wendung im Leben.

Humorvoll und selbstkritisch erzählt die Autorin, wie es zu dieser Wendung kam. Sie berichtet von ihrem Camino und von ihrem Leben, das sie damals in einen Burnout geführt hatte. Und sie beschreibt – für die Leser nachvollziehbar – die weiteren Schritte auf ihrem Erkenntnisweg, die sie dahin brachten, ihren Lebenswandel von Grund auf zu verändern, angefangen über eine aufwühlende Bekanntschaft, die sie auf dem Jakobsweg selbst kennengelernt hatte, über verschiedene freiwillige Seminare bis hin zu unfreiwillige Lernerfahrungen.

Heute bricht sie wiederkehrende Diskussionen im Bekanntenkreis freundlich aber bestimmt ab und achtet darauf, sich nicht ungebeten in die Angelegenheiten anderer einzumischen.

Leser, die ihr Leben verändern möchten, erhalten auf unterhaltsame Weise Ideen zum Nach-denken und Nachahmen. Gestressten Berufstätigen zeigt es mögliche Lösungswege aus dem Hamsterrad auf. So zum Beispiel erfährt der Leser, wie man sich auf spielerische Art von den eigenen überhöhten Ansprüchen, die bei vielen Burnout-Betroffenen anzutreffen sind, befreien kann. Gleichzeitig erhalten auch heimkehrende Jakobsweg-Pilger Anregungen, das Erlebte in ihren Alltag zu integrieren – was für die meisten nicht immer einfach ist nach einer langen Zeit auf dem Weg. Abgerundet wird das Buch von einem fachlichen Beitrag von Petra Seiter und Jürgen Loga, Gründer des europa-weit größten Netzwerks ganzheitlich arbeitenden Burnout-Experten, über die Hintergründe von Burnout und Psychosomatik.

3 Fragen an die Autorin Christina Bolte:
Frage: Was war für Sie das beeindruckendste Erlebnis auf dem Jakobsweg?
Christina Bolte: „Natürlich gab es auf dem Jakobsweg mehrere bewegende oder emotionale Momente, aber ein Erlebnis, an das ich mich auch heute noch regelmäßig erinnere, war die kurze Pause alleine auf der Blumenwiese auf der vorletzten Etappe. Zum einen war es damals für mich völlig untypisch, für so etwas eine Berg-abfahrt zu unterbrechen. Zum anderen hatte ich in keiner der vielen Kirchen, die ich am Weg oder zuvor besichtigt hatte, das Gefühl, Gott (oder welchen Namen auch immer man einer höheren Instanz geben mag) so nah zu sein.“

Frage: Was war der größte Schock danach?
Christina Bolte: „Als ich wieder zurück an meinen Arbeitsplatz kam und merkte, wie extrem hektisch und leistungsorientiert dort jeder seiner Tätigkeit nachging – wie fern- gesteuert. Zeit zum Wahrnehmen der Dinge ein wenig abseits des Tagesprogramms blieb gar nicht. Außerdem fehlten mir die frische Luft, der Kontakt zur Natur und die vielen teilweise rührenden, teilweise tiefsinnigen Gespräche mit anderen.“

Frage: Wie haben Sie gemerkt, dass Sie auf der richtigen Spur sind?
Christina Bolte: „Indem ich nun wieder Empfindungen wie Freude, Traurigkeit oder auch Ärger wahrnahm. Auch wenn sich Wut oder Traurigkeit natürlich nicht besonders angenehm anfühlen, so hatte ich durch die emotionalen Höhen und Tiefen nun wieder das Gefühl, auch im Alltag lebendig zu sein; so ähnlich wie die Ausschläge auf einem EKG – wenn die Linie nur noch gerade verläuft, schlägt das Herz nicht mehr, man ist tot. So ähnlich hatte es sich für mich vor dem Jakobsweg und während meines Burnouts angefühlt: Lebendig und emotional involviert war ich damals schon lange nicht mehr gewesen, ich hatte lediglich ‚funktioniert‘.“

Buchdaten:
© 2013 Verlag Petra Seiter
ISBN-13: 978-3-00-044503-3
ISBN-10: 300044503X
ISBN E-Book: folgt
Autorin: Christina Bolte
1. Auflage, November 2013
Broschiert, 168 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: Buch 14,90 EUR – E-Book: 10,99 Euro
www.weg-zurueck-ins-leben.de
Ab sofort im Buchhandel verfügbar oder direkt ab Verlag.

Wichtige Links:
Homepage des Buches: www.weg-zurueck-ins-leben.de
Homepage der Autorin: www.christina-bolte.de

Informationen zum Buch erhalten bei der Autorin:
Ansprechpartnerin für die Presse: Christina Bolte
Hans-Goltz-Weg 28
81247 München
Tel.: 089 – 52 38 93 02
Fax: 089 – 52 38 93 02
E-Mail:

Mehr über die Autorin: Bolte wurde 1974 in Hamburg geboren und arbeitete nach ihrem Wirtschaftsingenieurstudium zunächst im Finanzbereich in der Industrie. Nach verschiedenen Fortbildungen arbeitet sie heute als selbständige Heilpraktikerin in München mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Burnout–Therapie und berät kleine und mittelständische Unternehmen im Hinblick auf Unternehmens-Gesundheit.
Ihr Herzensprojekt ist es, Menschen auf dem Jakobsweg aus dem Burnout heraus zu begleiten.

Dem Darmkrebs die Stirn bieten: Vortrag „Wenn Darmkrebs im Kopf beginnt“

München. Die Statistik ist leider eindeutig. Jedes Jahr erkranken rund 73.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs. Aktuelle Studien aus der Stress- und Krebsforschung belegen jetzt: Auslöser kann auch Stress sein. Mit der Vortragswoche vom 2. bis 6. Dezember „Wenn der Darmkrebs im Kopf beginnt” klären die Burnout-Helpcenter in der Öffentlichkeit und bei Unternehmen über aktuelle Erkenntnisse auf und wollen so die Vorbeugung aktiv unterstützen.

„Unser Ziel ist die Aufklärung. Krebs ist nicht zwingend ein zufälliger Schicksalsschlag, sondern muss ganzheitlich gesehen werden. Falsches Körperverhalten, stressvolle Umgebung und falsche Ernährung kann die Entstehung nachweislich begünstigen“, meint Christina Bolte, Leiterin des Burnout-Helpcenters in München. „Deshalb klären wir in unseren kostenlosen Vorträgen darüber auf und möchten dazu motivieren, sich aktiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen.”

Eine Besonderheit ist die Möglichkeit für Unternehmen, die Vorträge auch in den eigenen Räumen durchzuführen. „Dort wollen wir potentiell Betroffene besser erreichen. In der Aktionswoche werden Personalchefs und BGM-Beauftragte über diese Möglichkeiten informiert. Interessierte Unternehmer können sich unter der Email
muenchen@burnout-helpcenter.de dafür anmelden.” erläutert sie.

Die Eckdaten der Veranstaltung:

Themen-Vortrag für Einzelpersonen:
06.12.2013, 17:00 Uhr. Dauer: 45 Minuten, Eintritt frei
Veranstaltungsort:
Burnout-Helpcenter München, Hans-Goltz-Weg 28, 81247 München

Anmeldung unter
muenchen@burnout-helpcenter.de

 

Wichtige Links:
Homepage des Standorte:            http://www.burnout-helpcenter.de
Homepage des Netzwerkes:         http://www.burnout-lotsen.de

Fakten zu den Burnout-Helpcentern

Im Jahr 2009 wurde das erste deutsche Burnout-Helpcenter als Institut der Sali Med GmbH in Löwenstein gegründet. Ziel war es, die ganzheitlichen Erfahrungen von der Ärzteschaft, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten und Psychologen bzw. Mental-Coaches zusammenzubringen.

Seit Oktober 2013 gibt es neben 15 verschiedenen weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch den Standort in München. Dort werden Betroffene mittels eines ganzheitlichen Konzeptes individuell oder in geschlossenen, anonymen Gruppen aus dem Burnout heraus geführt. Zusätzlich werden zahlreiche Unternehmen und Organisationen bei der Gesundheits-Prävention und Wiedereingliederung ehemaliger Burnout-Betroffener unterstützt.

Burnout-Lotsen sind Experten die speziell, aufbauend auf deren schon bestehende therapeutische, ärztliche oder heilpraktischen Ausbildung, in den Burnout-Helpcentern weitergebildet werden.

Zusätzlich werden an den Burnout-Helpcentern Laien darin ausgebildet, Burnout-Entwicklungsstufen bei betroffenen Menschen zu erkennen und diese später auch bei der Wiedereingliederung zu unterstützen – diese zertifizierten und geprüften Teilnehmer werden „Burnout-Sensoren“ genannt.