Digitaler Wandel und Gesundheit – eine der größten Herausforderungen in der Zukunft

Digitaler Wandel und Gesundheit – eine der größten Herausforderungen in der Zukunft

Vermutlich kennen Sie die Situation: Am Firmen-Smartphone im Urlaub oder beim Frühstück noch einmal schnell die Emails checken? Am Wochenende mit dem Büro-Laptop von zu Hause aus die Präsentation für den Montag vorbereiten? Dank moderner Technologien und flexibler Arbeits(zeit)-Modelle verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend, und das nicht nur für Selbständige, Geschäftsführer oder Führungskräfte, sondern immer mehr auch für die „normalen“ Angestellten.

Höchste Flexibilität und Erreichbarkeit rund um die Uhr sind Attribute eines neuen Zeitgeistes, der sich nicht nur in unsere Arbeitswelt, sondern auch immer mehr in unser Privatleben einschleicht. Fragen über Fragen treten auf: Wie beeinflusst es unsere Arbeits- und Lebensqualität? Wie wirkt sich das auf unsere Gesundheit aus?

Das Thema Digitalisierung ist derzeit in aller Munde.

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Titel-Foto: © metamorworks – stock.adobe.com

Neulich auf der Digital Health – und was das mit Ihrem Unternehmen zu tun hat

Neulich besuchte ich den Digital Health-Kongress in München, der von der Süddeutschen Zeitung veranstaltet wurde. Die zweitägige Veranstaltung stand ganz unter dem Motto “Gesundheit neu denken” und setzte sich aus Key-Notes, Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Gesprächen zusammen.

Das ganze Programm drehte sich (wie der Name der Veranstaltung vermuten läßt) rund um Themen aus dem Gesundheitsbereich, die mit der Digitalisierung zusammen hängen, angefangen bei der elektronischen Gesundheitsakte, über neue Gesundheitsdienstleistungen wie Telemedizin, digitale Innovationen und Gesundheits-Apps, bis hin zu Pflegerobotern und personalisierte Medizin.

Ganz vorne mit bei den diskutierten Themen waren natürlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Big Data, Datenschutz & Datenhoheit. Natürlich kamen auch Chancen & Risiken, Glaubenssätze (von Patienten wie Ärzten), Kosten und Nutzen zur Sprache. Und es kam auch zur Sprache, dass der Begriff eHealth inhaltlich mehr “e” als “Health” sei.

Nun werden Sie sich möglicherweise fragen: “Mit solchen Themen kämpfen wir auch, und Weiterlesen

Psychische Gefährdungsbeurteilung – und jetzt?

Was passiert denn nach einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung?

Immer mal wieder wird mir die Frage gestellt, was denn passiert, wenn man eine Beurteilung psychischer Gefährdungen im Unternehmen vorgenommen hat.
Meine Antwort darauf ist: Nutzen Sie die Chance und machen Sie was draus, was für neue oder die bestehenden Mitarbeiter attraktiv ist: Betriebliches Gesundheits-management!

Dass das mehr ist, als nur Rücken- oder Yogakurse, darauf möchte ich in dieser Audiodatei (MP3) eingehen:

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Was nutzt mir als Unternehmer eine Psychische Gefährdungsbeurteilung?

Warum ist eine psychische Gefährdungsbeurteilung für mich als Unternehmer überhaupt sinnvoll?

Wenn ich darüber mit Unternehmern spreche, heißt es immer wieder: “Dafür haben wir gerade keine Zeit” oder “Im Moment sind andere Themen wichtiger”. Warum und wie Sie aber manchmal auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, das können Sie hier in dieser Audio- bzw. Videodatei nachhören:

01_Wozu brauche ich eigentlich eine Psychische Gefährdungsbeurteilung? Weiterlesen

Es lebe der Sport!

Deutschland ist eine sportliche Nation! Das beweist die aktuelle Fussball-Weltmeister-schaft – und insbesondere die hohen Einschaltquoten bei den Spielen mit deutscher Beteiligung.

Wunderbar, sollte man meinen – wo doch Bewegung so gesund ist und sich äußerst positiv auf den Verlauf vieler Krankheiten auswirkt: Angefangen bei Adipositas (Übergewicht) über hohen Blutdruck und weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zur Prävention von “Erkrankungen des Bewegungsapparates”, wie Muskel- und Skelett-beschwerden auf medizinisch so schön genannt werden. Darüber hinaus ist Bewegung jeglicher Art – am besten länger als 20 Minuten am Stück und idealerweise an der frischen Luft – nicht nur optimal geeignet um die Stresshormone in unserem Körper abzubauen, sondern trägt auch noch dazu bei, dass die Organe besser mit Sauerstoff versorgt werden. Der ganze Körper kommt also in Schwung!

Leider hat die Sache mit der Sportlichkeit der Nation einen Haken – denn 22 (anderen) Spielern auf dem Feld bei der Bewegung zuzuschauen, reicht nicht aus. Was sich unter anderem auch dadurch erklärt, dass der Bewegungsapparat auch Bewegungsapparat heißt und nicht Steh-, Sitz- oder gar Liegeapparat. Somit heißt es, sich selbst zu bewegen – und dazu können auch Sie als Arbeitgeber Ihre Mitarbeiter motivieren. Wie? Ganz einfach:

Sie können beispielweise bei Ihnen im Unternehmen entsprechende Möglichkeiten schaffen (und das Bewußtsein fördern), sich während der Arbeitszeit oder auf dem Weg dorthin zu bewegen. Natürlich können Sie Fitness- oder Rückenkurse installieren oder eine Betriebssportgruppe. Aber genauso können Sie Ihre Büro-Mitarbeiter auch durch den regelmäßigen Gang zur Drucker-Insel zu mehr Bewegung veranlassen. Was gar nicht mal unbedingt viel kosten muss – und darüber hinaus auch noch passiv für eine verbesserte Kommunikation sorgt, in dem man dort auf den einen oder anderen Kollegen trifft.

Oder haben Sie für Ihre Mitarbeiter eventuell sogar weitere Bewegungsmöglichkeiten eingerichtet? Treppengehäuse gibt es ja ohnehin schon in den meisten Gebäuden, was Sie nun noch bräuchten, wären pfiffige Beschriftungen, um diese Ihrer Belegschaft auch als “Sportgerät” schmackhaft zu machen. Das wäre – im Sinne einer ganzheitlichen Gesunderhaltung Ihrer Belegschaft – sogar richtig  optimal. Deshalb führen alle der zuvor genannten Maßnahmen in einem Betrieblichen Präventions-Audit auch zu einer Aufwertung.

Das Betriebliche Präventions-Audit und der daraus resultierende Betriebliche Präventions-Index (BPI®) ermöglicht es Ihnen, nicht nur Ihren bereits vorhandenen Mitarbeitern zu signalisieren, dass Sie sich um Sie kümmern, sondern auch poten-ziellen Bewerbern. Was im Zeitalter des immer stärker werdenden Fachkräftemangels ausschlaggebende Argumente sein können, dass diese sich für Sie entscheiden.

Handeln Sie jetzt – damit Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen auch ohne WM, EM oder andere sportliche Großereignisse fit, gesund und leistungsfähig bleiben. Gerne unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg – und stehe Ihnen mit meinem Team mit Rat und Tat zur Seite.

Bitte bleiben Sie gesund!

Sagt Ihre Christina Bolte

Demografischer Wandel – eine Herausforderung für den Mittelstand?

Haben Sie sich in Ihrem Unternehmen schon mit dem demografischen Wandel beschäftigt (unter dem angegebenen Link können Sie mal “hineinschnuppern”, ob auch Ihre Region und damit auch Ihr Unternehmen in Zukunft davon betroffen sein können)? Und in Zusammenhang damit z. B. mit dem Durchschnittsalter Ihrer Belegschaft.

Natürlich ist es wünschenswert, wenn die Menschen zukünftig älter werden – deshalb wurde ja auch das Renteneintrittsalter auf 67 angehoben. Doch in der Praxis funktioniert das nur, wenn die Arbeitnehmer erstens auch noch so lange arbeiten können und zweitens auch noch Einsatz bringen wollen.
Dazu stellt sich noch die Frage, wie Sie das Know-How Ihrer ausscheidenden Mitarbeiter ersetzen oder ans Unternehmen binden möchten?

Zum Glück können Sie in Ihrem Unternehmen Ihren Teil dazu beitragen, sowohl für die Gesundheit (und Leistungsfähigkeit) als auch für die Motivation Ihrer Mitarbeiter.

Die Betriebliche-Präventions-Analyse hilft Ihnen, zu erkennen, ob Ihr Unternehmen gut für zukünftige Herausforderungen, die sich aus den demografischen Veränderungen ergeben, gerüstet sind. Ihr vorhandenes Gesundheitsmanagement wird dabei selbstverständlich berücksichtigt.
Darauf aufbauend werden mögliche Maßnahmen abgeleitet und – in Abhängigkeit Ihrer Unternehmensziele – festgelegt und terminiert. Begleitet von einer professionellen Kommunikation (und selbstverständlich Dokumentation) sowie von regelmäßigen Erfolgs-kontrollen werden die beschlossenen Maßnahmen (z. B. konkrete BGF¹-Maßnahmen oder organisatorische Veränderungen) in ein umfassendes Gesundheitspräventions-Programm umgesetzt, bei deren Umsetzung ich Sie gerne, zusammen mit meinen regionalen Netzwerkpartnern, unterstütze.

Und damit befinden Sie sich in guter Gesellschaft – denn eine Studie der Uni Linz² hat ergeben, dass sich Prävention sich sehr deutlich rechnet – und zwar je früher desto besser. Somit trägt Gesundheitsprävention neben den Vorteilen bei der Bindung bestehender wie auch der Rekrutierung neuer Mitarbeiter zusätzlich auch zur betriebswirtschaftlichen Gesundheit Ihres Unternehmens bei.
Für wen, wenn nicht für den Mittelstand ist dies von Bedeutung.

Wenn auch Sie von den Vorteilen der Unternehmens-Gesundheit profitieren wollen, fordern Sie hier ein auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Angebot an!

 


¹ BGF = Betriebliche Gesundheitsförderung, d. h. Workshop-  und Kursangebot zu Bewegung, Ernährung, Entspannung und Stressbewältigung
² http://www.iwsooe.at/uploads/tx_news/Studie.pdf, Zusammenfassung siehe Seite 41 ff.

„Chancen und Risiken der Psychischen Gefährdungsbeurteilung“ – Was Kleinunternehmer in der Region zur Änderung im Arbeitsschutzgesetz zum 01.01.2014 wissen müssen

München. Unternehmen müssen sich nun zum Thema Prävention auch mit psychischen Belastungen befassen. Bereits Ende September 2013 hat der Bundesrat eine Gesetzes-novelle zum Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) zum 01.01.2014 verabschiedet, nach der bei der Gestaltung wie auch bei der Gefährdungsbeurteilung von Arbeits­plätzen durch den Arbeitgeber nun auch psychische Belastungen zu berücksichtigen und danach entsprechende Maßnahmen umzusetzen sind. Dabei muss beurteilt werden, wie stark und durch welche Sachverhalte und Stressfaktoren Mitarbeiter bei der Arbeit gefährdet werden könnten. Anschließend wird vereinbart, wodurch diese Belastungen abgestellt werden.

„Obwohl die Gesetzesänderung schon seit Anfang des Jahres gilt, scheinen sich viele Unternehmer noch nicht darüber bewusst zu sein, dass sie im ‚Fall eines Falles‘ von den Kranken- oder Unfallkassen in die Haftung genommen werden können.“, bemerkt Christina Bolte, Leiterin des Burnout-Helpcenters München, nach etlichen Gesprächen mit Unternehmern aus der Region. „Wenn ein Unternehmen dann nicht nachweisen kann, dass eine solche psychische Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde, kann dies einem kleinen Unternehmen schnell an die finanzielle Substanz gehen.“

Denn im Gegensatz zur bisherigen Fassung des ArbSchG gibt es nun keinen Unterschied mehr zwischen Arbeitgebern mit mehr oder weniger als zehn Mitarbeitern. Somit ist es besonders für kleinere und mittlere Unternehmen wichtig, dass die Lösungen praktikabel und kostengünstig umsetzbar sind. Neben der Möglichkeit, Belastungen durch Umfragen zu erheben, bieten sich für kleine und mittlere Unternehmen besonders orientierende, quantitative (das heißt kennzahlen-basierte) Verfahren an.

Dennoch bietet die Umsetzung der Gesetzesnovelle auch Chancen: „Vor allem im Hinblick auf den zunehmend stärker spürbaren Fachkräftemangel auch in der Region München lohnt sich die Beschäftigung mit der Gesundheit der Mitarbeiter.“, weiß Expertin Bolte, die besonders auch kleinere Unternehmen in der Region München mit nachhaltigen und ganzheitlichen Angeboten hinsichtlich Gesundheit unterstützt.

Nach dem Vorbild von regelmäßigen Knowhow-Transfers in Baden-Württemberg möchte Christina Bolte für 2014 nun auch in München eine regelmäßige Veranstaltung „Untern-ehmens-Gesundheit im Dialog“ etablieren. Ziel dieser einmal pro Quartal stattfindenden Gesprächskreise ist neben dem Netzwerken auch der Erfahrungsaustausch. Denn fast jedes Unternehmen, unabhängig von dessen Größe, hat mittlerweile „echte“ oder „unechte“ Burnout-Fälle gehabt und muss sich daher Strategien erarbeiten wie Prävention und Betriebliches Eingliederungsmanagement nutzbringend und kostengünstig umgesetzt werden. Input erhalten die Teilnehmer bei jedem Gesprächskreis zusätzlich von einem unabhängigen Fach-Experten mit einem entsprechenden Themen-Vortrag.

Veranstaltungsdetails:

Vortrag „Psychische Gefährdungsbeurteilung – Herausforderung oder Chance?“

Am 20.02.2014 um 17 Uhr
in München-Obermenzing (Details werden bei Anmeldung bekannt gegeben)

Anmeldung unter muenchen@burnout-helpcenter.de

Interessierte Unternehmen aus dem Münchner Umland können sich unter der Email muenchen@burnout-helpcenter.de für die Veranstaltung anmelden oder sich unter der Telefonnummer 089-52 38 93 02 vorab informieren.

Buch-Neuerscheinung: Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben

München. Anders als in den meisten Büchern über den Jakobsweg erfährt der Leser des neu erschienenen Buches „Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben“, wie die Erlebnisse des Jakobsweges das weitere Leben “danach” beeinflussen können. Denn für Autorin Christina Bolte war der mehr zufällig und in ihrer damals üblichen Manier rastlos per Fahrrad absolvierte Jakobsweg Ausgangspunkt für eine radikale Wendung im Leben.

Humorvoll und selbstkritisch erzählt die Autorin, wie es zu dieser Wendung kam. Sie berichtet von ihrem Camino und von ihrem Leben, das sie damals in einen Burnout geführt hatte. Und sie beschreibt – für die Leser nachvollziehbar – die weiteren Schritte auf ihrem Erkenntnisweg, die sie dahin brachten, ihren Lebenswandel von Grund auf zu verändern, angefangen über eine aufwühlende Bekanntschaft, die sie auf dem Jakobsweg selbst kennengelernt hatte, über verschiedene freiwillige Seminare bis hin zu unfreiwillige Lernerfahrungen.

Heute bricht sie wiederkehrende Diskussionen im Bekanntenkreis freundlich aber bestimmt ab und achtet darauf, sich nicht ungebeten in die Angelegenheiten anderer einzumischen.

Leser, die ihr Leben verändern möchten, erhalten auf unterhaltsame Weise Ideen zum Nach-denken und Nachahmen. Gestressten Berufstätigen zeigt es mögliche Lösungswege aus dem Hamsterrad auf. So zum Beispiel erfährt der Leser, wie man sich auf spielerische Art von den eigenen überhöhten Ansprüchen, die bei vielen Burnout-Betroffenen anzutreffen sind, befreien kann. Gleichzeitig erhalten auch heimkehrende Jakobsweg-Pilger Anregungen, das Erlebte in ihren Alltag zu integrieren – was für die meisten nicht immer einfach ist nach einer langen Zeit auf dem Weg. Abgerundet wird das Buch von einem fachlichen Beitrag von Petra Seiter und Jürgen Loga, Gründer des europa-weit größten Netzwerks ganzheitlich arbeitenden Burnout-Experten, über die Hintergründe von Burnout und Psychosomatik.

3 Fragen an die Autorin Christina Bolte:
Frage: Was war für Sie das beeindruckendste Erlebnis auf dem Jakobsweg?
Christina Bolte: „Natürlich gab es auf dem Jakobsweg mehrere bewegende oder emotionale Momente, aber ein Erlebnis, an das ich mich auch heute noch regelmäßig erinnere, war die kurze Pause alleine auf der Blumenwiese auf der vorletzten Etappe. Zum einen war es damals für mich völlig untypisch, für so etwas eine Berg-abfahrt zu unterbrechen. Zum anderen hatte ich in keiner der vielen Kirchen, die ich am Weg oder zuvor besichtigt hatte, das Gefühl, Gott (oder welchen Namen auch immer man einer höheren Instanz geben mag) so nah zu sein.“

Frage: Was war der größte Schock danach?
Christina Bolte: „Als ich wieder zurück an meinen Arbeitsplatz kam und merkte, wie extrem hektisch und leistungsorientiert dort jeder seiner Tätigkeit nachging – wie fern- gesteuert. Zeit zum Wahrnehmen der Dinge ein wenig abseits des Tagesprogramms blieb gar nicht. Außerdem fehlten mir die frische Luft, der Kontakt zur Natur und die vielen teilweise rührenden, teilweise tiefsinnigen Gespräche mit anderen.“

Frage: Wie haben Sie gemerkt, dass Sie auf der richtigen Spur sind?
Christina Bolte: „Indem ich nun wieder Empfindungen wie Freude, Traurigkeit oder auch Ärger wahrnahm. Auch wenn sich Wut oder Traurigkeit natürlich nicht besonders angenehm anfühlen, so hatte ich durch die emotionalen Höhen und Tiefen nun wieder das Gefühl, auch im Alltag lebendig zu sein; so ähnlich wie die Ausschläge auf einem EKG – wenn die Linie nur noch gerade verläuft, schlägt das Herz nicht mehr, man ist tot. So ähnlich hatte es sich für mich vor dem Jakobsweg und während meines Burnouts angefühlt: Lebendig und emotional involviert war ich damals schon lange nicht mehr gewesen, ich hatte lediglich ‚funktioniert‘.“

Buchdaten:
© 2013 Verlag Petra Seiter
ISBN-13: 978-3-00-044503-3
ISBN-10: 300044503X
ISBN E-Book: folgt
Autorin: Christina Bolte
1. Auflage, November 2013
Broschiert, 168 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: Buch 14,90 EUR – E-Book: 10,99 Euro
www.weg-zurueck-ins-leben.de
Ab sofort im Buchhandel verfügbar oder direkt ab Verlag.

Wichtige Links:
Homepage des Buches: www.weg-zurueck-ins-leben.de
Homepage der Autorin: www.christina-bolte.de

Informationen zum Buch erhalten bei der Autorin:
Ansprechpartnerin für die Presse: Christina Bolte
Hans-Goltz-Weg 28
81247 München
Tel.: 089 – 52 38 93 02
Fax: 089 – 52 38 93 02
E-Mail:

Mehr über die Autorin: Bolte wurde 1974 in Hamburg geboren und arbeitete nach ihrem Wirtschaftsingenieurstudium zunächst im Finanzbereich in der Industrie. Nach verschiedenen Fortbildungen arbeitet sie heute als selbständige Heilpraktikerin in München mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Burnout–Therapie und berät kleine und mittelständische Unternehmen im Hinblick auf Unternehmens-Gesundheit.
Ihr Herzensprojekt ist es, Menschen auf dem Jakobsweg aus dem Burnout heraus zu begleiten.

Gesunde Menschen – gesundes Unternehmen

Kürzlich wurde ich gefragt – weil mich meine Visitenkarte als Wirtschaftsingenieurin und Burnout-Lotsin ausweist – wie denn diese beiden scheinbar so verschiedenen Berufs-bezeichnungen zusammenpassen würden. Oder ob ich “gescheitert” wäre – nun Letzteres hängt sicherlich primär von Ihrem Verständnis von Erfolg und Scheitern ab, fokussieren möchte ich mich in diesem Beitrag aber eher auf die erste Fragestellung.

Ganz einfach: In meiner ersten Berufslaufbahn (als Wirtschaftsingenieurin angestellt im Einkauf, aber hauptsächlich im Controlling eines produzierenden Großkonzerns) durfte ich mich primär dafür engagieren, dafür zu sorgen, dass “die Zahlen” passten.
Durch die Verbesserung der Kostenstruktur sollte ich meinen Beitrag dafür leisten, dass das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Unternehmens den Erwartungen von Aktionären und Geschäftsführung entsprach. Ob diese immer realistisch waren oder nicht, ist eine andere Frage, aber Fakt ist:

Ohne eine gesunde Zahlenbasis, ohne ein betriebswirtschaftlich gesundes Geschäftsergebnis –  kein gesundes Unternehmen. Und langfristig auch keine gesunden Mitarbeiter (wenn überhaupt welche).

Denn diese müssen ja entsprechend gezahlt werden. Das gilt für große Konzerne wie
für Ein-Mann-(oder Frau-)Unternehmen. Wenn im Unternehmen langfristig finanzielle Ressourcen mißachtet werden, hat auf Dauer niemand seine Freude an der Arbeit.
Insolvenz droht.
Das kann sich auf mehrere Arten äußern: Entweder gehen die Mitarbeiter (meist nicht freiwillig) aufgrund von Entlassungen, oder sie gehen von alleine – weil sie sich woanders bessere Chancen / mehr Geld / mehr Freude erhoffen.
Was auch ungünstig ist, denn erfahrungsgemäß gehen die engagiertesten und leistungs-fähigsten Mitarbeiter als erstes – und mit ihnen wertvolles Know-How.

In einem Kleinunternehmen ist es ähnlich: Wenn der Unternehmer und ggf. auch seine treuen Gefährten rund um die Uhr, rund ums Jahr ohne Urlaub am Rad drehen – in der Hoffnung so das finanzielle Ruder herumzureißen – begeben sie sich damit häufig an den Rand ihrer körperlichen Belastbarkeitsgrenze. Oder darüber hinaus, bis zum Zusammen-bruch. Leider bricht dann nicht nur der Unternehmer zusammen, sondern meist das Schiff, seines Unternehmens gleich mit.

Andersherum kann jedoch auch das Unternehmen nicht dauerhaft betriebswirtschaftlich gesund sein, wenn nicht auf die Ressource der physischen oder psychischen Gesundheit geachtet wird:
Ohne gesunde Mitarbeiter und ohne einen gesunden Unternehmer kein gesundes Unternehmen.
Logisch, denn wie kann ein Mensch, der angeschlagen ist, Schmerzen oder Sorgen anderer Art hat, ein gutes, innovatives und professionelles Ergebnis abliefern?
Apropos Ergebnis: Schon im Physik-Unterricht war Leistung ist Arbeit pro Zeiteinheit, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Das heißt, wenn  “Arbeit” geringer wird und/oder die dafür benötigte Arbeitszeit ins Unendliche gesteigert wird, reduziert sich das Gesamt-ergebnis von “Leistung”. Länger Arbeiten hilft also auch nicht immer viel.

Und genau aus dem Grund, dass mir die Gesunheit des Leistungs- (nicht Kosten-!)Faktor Mensch mir in meiner bisherigen Laufbahn zu kurz kam, dass ich den Eindruck gewann, dass häufig die wirtschaftliche Gesundheit des Unternehmens zu Lasten der physischen oder psychischen Gesundheit der Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt wurde, widme ich mich heute dem Thema aus einem anderen Blickwinkel. Es ist also kein Widerspruch, sondern vielmehr ein Perspektivenwechsel.

Wie nun offensichtlich geworden ist, ist das Gebilde aus Gesundheit des Unternehmens und Gesundheit der Mitarbeiter ein unschöner Teufelskreis. Was können Sie als Unter-nehmer also tun? Achten Sie auf und investieren Sie in ein wichtiges Gut – die eigene und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter.

Das geht am besten wenn Sie sich dazu temporär jemanden mit an Bord holen – zum Beipiel einen Lotsen. Idealerweise jemanden, der sich sowohl mit Gesundheit als auch mit Finanzen auskennt. Und damit wären wir wieder bei der Eingangsfrage, was ein Wirtschaftsingenieur/Controller mit einem Burnout-Lotsen gemeinsam hat…

Bitte bleiben Sie gesund!
Herzlich

Ihre Christina Bolte

Was Nachhaltigkeit mit Burnout zu tun hat – Teil 3

In meinen letzten beiden Beiträgen zum Thema Nachhaltigkeit (die Sie hier und hier finden), hatte ich mich mehr auf die Auswirkungen und Handlungsspielräume in einem Unternehmen gewidmet. Aber auch jeder und jede Einzelne ist von diesem Thema betroffen.
Denn wie ich in meinem ersten Beitrag erwähnte, hat Nachhaltigkeit viel mit einen verantwortungsvollen und weitsichtigen Umgang mit Ressourcen zu tun.

Ich möchte an dieser Stelle weniger darauf eingehen, inwieweit jeder einzelne seinen Beitrag zu den übergeordneten umweltbezogenen Aspekten leisten kann. Die Ressourcen, die ich jedoch gerne ansprechen möchte, sind Geld und Lebensenergie (oder allgemeiner formuliert: Gesundheit).

Ganz offensichtlich wird dies am Beispiel des Geldes: Wer langfristig mehr Geld ausgibt als er auf dem Konto hat, oder zumindest als regelmäßig wieder eingenommen wird, dem droht die (Privat-)Insolvenz. Zwar wollen es Kreditinstitute oder bankähnliche Unternehmen es den Konsumenten weis machen, wie “günstig” doch ein Ratenkauf oder eine Finanzierung ist, um damit den eigenen Umsatz zu fördern. Allerdings sind diese meist auch die letzten, die bereit sind auf ihre Forderungen zu verzichten, wenn der Gläubiger später – aus welchen schicksalhaften Umständen auch immer – zahlungsunfähig sein sollte.

Dennoch schränkt jede Kreditaufnahme, die zu mehr oder weniger kurzfristigen Konsumzwecken getätigt wird und der keine Einsparungen oder Einnahmen entgegen stehen (denn dann wäre es eine Investition) bis zu dessen Rückzahlung den zukünftigen (finanziellen) Handlungsspielraum ein.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Lebensenergie: Gemäß den chinesischen QiGong-Meistern wird jeder Mensch mit einem bestimmten Potenzial an Lebensenergie geboren – die allgemeine Lebensführung wie auch erworbene Krankheiten erschöpfen dieses Lebensenergiekapital eines Menschen unterschiedlich stark.

Das bedeutet, dass dauerhafter Stress im Alltag, mangelnde oder übertriebene Ausübung von Sport wie auch schlechte Ernährungsgewohnheiten genauso “Substanz-zehrend” für den Menschen sind, wie ein zu großer Konsum für ein Bankkonto. Erkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankungen, Burnout oder Depressionen können die Folge sein. Ob es in den chinesischen Lehren so etwas wie einen Lottogewinn für die Lebensenergie gibt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass dies beispielsweise einer Phase der frischen Verliebtheit vergleichbar ist, wenn man wochenlang beflügelt durch die Welt geht. Aber – wie beim Lotto auch – dauert die Euphorie meist nicht allzu lange an.

In meinem Umfeld oder in meiner Praxis höre ich immer wieder, viele der eben erwähnte Erkrankungen oder Depressionen seien angeboren – oder zumindest erblich bedingt. Das stimmt leider nur teilweise: Denn genetisch bedingt ist immer nur eine bestimmte Anlage oder Wahrscheinlichkeit, vergleichbar einer angeborenen Schwachstelle (in der Medizin spricht man von einer Disposition).
Durch übernommene oder neu erworbene Fähigkeiten und gesunde bzw. ungesunde Verhaltensweisen kann aber jeder Mensch darauf Einfluss nehmen, ob diese Art Soll-Bruchstelle tatsächlich anknackst oder stabil bleibt.

Wie ich bereits hier schrieb, muss dabei ein auf Abenteuer und Erlebnis ausgelegter Lebensstil nicht einmal im Widerspruch stehen zu einem gesundheitsbewußten Lebensstil und Lebensfreude.
Tut ein Mensch alles ihm Mögliche, um seine Lebensenergie – wie viel oder wenig ihm davon auch immer mit auf die Welt gegeben wurde – so gut wie möglich zu erhalten, ist dies aus meiner Sicht ein nachhaltiger Umgang mit den persönlichen Energieressourcen.

Wie das konkret gehen kann, können Sie demnächst im vierten Teil lesen…